Brotfabrik 20:00

Kroke

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Nigel Kennedy, britischer Klassik-Geiger und als Leiter des Polnischen Kammerorchesters Teilzeit-Pole, hat die Musiker von Kroke dank gemeinsamer, fantastischer Konzerte so gut kennen gelernt, dass seine Aussage entsprechendes Gewicht hat. „Was die Musik von Kroke für mich immer wieder besonders anziehend macht, ist die spirituelle Wahrhaftigkeit der Musiker und die Ehrlichkeit und Authentizität ihrer Musik.“ Der Rolling Stone, eher kein Weltmusik-Blatt, drückte es plakativer aus, als der Autor Kroke bescheinigte, ihnen zuzuhören sei „so intensiv, als würde man dem offenen Herz des Klezmers beim Schlagen zusehen.“ Jetzt ließe sich darüber streiten, ob Kroke (jiddisch für Krakau, jene wieder entdeckte Metropole osteuropäisch-jüdischer Kultur in Polen) für Klezmer stehen. Ihre Wurzeln mögen zwar jiddische Folklore-Tradition sein, aber die drei exzellenten Instrumentalisten – auch in Klassik und Jazz zuhause – sprengen den Rahmen der Traditionen mit einer sofort aufs Publikum übergreifenden Leidenschaft und Spielfreude. Im Oktober veröffentlichten sie ihr neues Album „Out Of Sight“. Die Musiker spielen im ursprünglichen Trio, Kontrabass, Bratsche und Akkordeon rücken wieder mehr in den Fokus.
18 € vvk 22 € ak